Die Story...

 

Ingo Sassmann, Schauspieler, unter anderem mehrfacher „Hamlet“-Darsteller, fristet sein künstlerisches Leben seit dem Bruch seiner Karriere in Bruchsal als Vorhangzieher. So ist er immer noch mit dabei, wenigstens von der Seite.

 

An diesem Abend nutzt er seine vielleicht letzte Chance: die Vorstellung „Hamlet – Prinz von Dänemark“ von William Shakespeare wird abgesagt. Beinbruch. Als Sassmann das Theater leer wähnt, betritt er die Bühne und entdeckt das Publikum, sein Publikum. Erst zögernd, dann immer offener und offensiver erzählt er seine Ansichten vom Leben zwischen den Kulissen, von Durchbruch und Einbruch, von Sein und Schein; und das Wichtigste am Theater, so seine Erkenntnis, ist der Vorhang: es gibt tausend Arten den Vorhang zu öffnen. Erinnerungen kommen auf an seine anfangs steile Karriere, an Rebecca, seine Frau, an Episoden seiner Theaterlaufbahn, aber auch an sein Dasein als Vorhangzieher, an „Hamlet“, dessen Titelrolle er mehrfach gespielt hat und an das Bilsenkraut, das Hamlets Vater tötete. Und je tiefer er sich erinnert, desto mehr Verborgenes kommt aus ihm heraus, sein Karriereknick, heiter zwar, aber für ihn mit tragischen Folgen, sein Glück und Unglück mit Rebecca und deren Unfall, und dann, am Ende, macht er die Probe aufs Exempel: er trinkt den Saft vom Bilsenkraut …

 

 

 

Ein Stück Theater

von Rainer Lewandowski

 

Regie: Hiltrud Stampa-Wrigge

Es spielt:

Ingo Sassmann Jörg Outzen